Zuerst kam die Corona-Pandemie, jetzt ist es die Energiekrise: Immobilienkäufer können in diesen Zeiten schwer voraussehen, ob sich ihr Investment in ein Haus oder eine Wohnung lohnt. Auch die Inflation sorgt für Unsicherheiten. Welcher Zeitpunkt ist der richtige für den Kauf? Und ist die Kapitalanlage Immobilie trotz hoher Instandhaltungskosten noch rentabel? Nicht nur private Interessenten, auch Investoren zeigen sich irritiert.
Erhöhter Leitzins treibt Bauzinsen in die Höhe
Einer der maßgeblichen Faktoren für Immobilienkäufer ist der veränderte Bauzins: 2022 stieg er im Vergleich zu den Vorjahren an. Das begründet sich vor allem in der Erhöhung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank. Dieser wiederum beruht auf der Inflation. Ein höherer Leitzins soll die Inflationsrate abschwächen. Da die Zinsen für Immobilienkredite steigen, zögern viele Investoren. Privatverkäufer können sich den Traum vom Haus nicht mehr erfüllen. Aber: Ein weiterer Zinsanstieg ist wahrscheinlich und mit Blick auf die Vergangenheit ist der Bauzins noch immer niedrig.
Unsichere Prognose: bester Zeitpunkt für den Kauf nicht ermittelbar
Zwar wird in Hinblick auf die steigenden und derzeit historisch noch immer günstigen Bauzinsen oft zu einem zeitnahen Kauf geraten. Die langfristige Prognose des Marktes ist jedoch unklar. Schon 2022 zeichnete sich ab, dass die Preise am Immobilienmarkt nahezu unverändert blieben; in manchen Regionen fielen sie sogar. Das ist zum ersten Mal seit dem Anstieg der Immobilienpreise seit 2009 der Fall. Experten erwarten einerseits ein Ende des Immobilienbooms, andererseits eine bleibende Nachfrage – allein schon durch Faktoren wie die Zuwanderung. Der Bedarf an Wohnimmobilien steigt weiterhin, sodass drastische Preissenkungen für Häuser und Wohnungen wohl